Der Ausbau der Ganztagsangebote an Wetterauer Schulen geht mit großen Schritten voran. Der Kreistag hat in seiner gestrigen Sitzung (6. Dezember) die Prioritätenliste für den Ausbau an 14 Schulen beschlossen. Vier Schulen haben für das kommende Schuljahr die erstmalige Aufnahme in den Pakt für den Nachmittag beantragt.

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird in unserer heutigen Zeit immer wichtiger. Einerseits wollen immer häufiger beide Elternteile arbeiten gehen, andererseits wird es aber auch immer mehr zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Zugleich übernimmt die Schule zunehmend Aufgaben in der Erziehung, die früher von der Familie übernommen wurden. Dafür braucht die Schule mehr Zeit“, erläutert Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jan Weckler.

Gemeinsamer Vorschlag mit dem Staatlichen Schulamt Friedberg

Die Prioritätenliste, die der Kreistag jetzt verabschiedet hat, ist mit dem Staatlichen Schulamt Friedberg abgestimmt. Wie viele Stellen das Kultusministerium für den Ganztagsausbau im Schuljahr 2018/2019 indes tatsächlich bereitstellen wird, steht noch nicht endgültig fest.

Alle vierzehn Schulen, die nun eine Aufstockung beantragt haben, bestätigen den gestiegenen Bedarf. Neben allgemein steigenden Schülerzahlen nehmen mehr Schülerinnen und Schüler die Angebote im Rahmen des sogenannten „Ganztagsangebots Profil 1“ wahr. Profil 1 bedeutet, dass die Schulen an drei Tagen pro Woche in der Zeit von 7.30 bis 14.30 Uhr ein Ganztagsangebot in Form von AGs oder Hausaufgabenhilfen anbieten.

„Ich freue mich, dass sich vier Schulen mit den beantragten Lehrerstellen in Richtung Profil 2 entwickeln. Damit wird perspektivisch ein Angebot in der Zeit von 7.30 bis 16:00 oder 17.00 Uhr an fünf Wochentagen gewährleistet“, so Schuldezernent Jan Weckler.

Johanniter-Schule Gambach auf dem Weg zur teilgebundenen Ganztagsschule

Die Johanniter-Schule in Münzenberg-Gambach ist beim Ausbau des Ganztagsangebotes schon weiter. In der Außenstelle in Münzenberg wird die Entwicklung hin zu einer teilgebundenen Ganztagsbetreuung umgesetzt. Dann werden nicht nur freiwillige Angebote unterbreitet, zum Teil werden Unterricht und Betreuung am Nachmittag für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend.

Vier Schulen beantragen die Teilnahme Pakt für den Nachmittag

Einen anderen Weg gehen vier Grundschulen aus der Wetterau. Die Regenbogenschule in Bad Vilbel, die Georg-August-Zinn-Schule in Büdingen, die Grundschule im Ried in Reichelsheim und die Philipp-Dieffenbach-Schule in Friedberg beantragen für das Schuljahr 2018/2019 den Beitritt zum „Pakt für den Nachmittag“. Damit übernehmen das Land und der Schulträger gemeinsam die Verantwortung für ein integriertes und passgenaues Bildungs- und Betreuungsangebot. Eine Betreuung ist dann auch erstmals in den Schulferien gesichert.

Quelle: wetteraukreis.de

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