Exakt 303.914 Menschen lebten am 31.12.2016 im Wetteraukreis. Das waren 1.983 mehr als ein Jahr zuvor. Grund für die zunehmende Bevölkerung ist vor allem das sogenannte Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Fortgezogenen und Zugezogenen.

Beim Verhältnis von Geburten zu Sterbefällen, liegen die Sterbefälle trotz hoher Geburtenrate immer noch deutlich vor den Geburten. Im Jahre 2016 haben in der Wetterau 2.615 Kinder das Licht der Welt erblickt, 1.308 Jungen und 1.307 Mädchen. Dem gegenüber stehen 3.337 Sterbefälle, 1638 Männer und 1.699 Frauen. Damit übersteigt die Zahl der Sterbefälle die der Geburten um 722.

Mehr Zuzüge als Fortzüge

Ganz anders sieht es aus mit der Zahl der Zugezogenen. 26.824 kamen im Jahre 2016 in die Wetterau (15.114 Männer, 11.710 Frauen). 24.057 haben dem Landkreis den Rücken gekehrt (13.689 Männer, 10.368 Frauen).

Größte Stadt im Wetteraukreis ist und bleibt Bad Vilbel mit 33.458 Einwohnerinnen und Einwohnern, vor Bad Nauheim 31.924 und der Kreisstadt Friedberg 28.596. Ebenfalls über 20.000 Einwohner haben die Städte Butzbach (25.866), Karben (22.211) und Büdingen (21.902).

Bei der Zu- und Abnahme der Bevölkerung im Jahre 2016 gab es erhebliche Unterschiede. Den größten Zuwachs hat die Kreisstadt Friedberg mit 440 Neubürgerinnen und Neubürgern, vor Bad Vilbel (438), Butzbach (309) und Bad Nauheim (294). Rückläufige Bevölkerungszahlen gab es in Reichelsheim (minus 47), Kefenrod (minus 23), Ranstadt, Ortenberg und Gedern (minus 16 bzw. minus 15).

Die kleinsten Gemeinden im Landkreis sind: Glauburg 3.047 (plus 15), Hirzenhain 2.834 (plus sechs) und Kefenrod 2.703 (minus 23).

Weckler: „Wetteraukreis wird weiter wachsen!“

Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler sieht die Wetterau weiterhin auf Wachstumskurs. „Im nächsten Jahrzehnt wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner im Wetteraukreis nach Prognosen um rund 30.000 zunehmen, nicht nur wegen des enormen Zuzugs in unsere Region, sondern auch weil die Zahl der Geburten aktuell um rund 200 höher liegt als noch in der ersten Hälfte der 2010er Jahre. Das stellt die Städte und Gemeinden und den Wetteraukreis vor große Herausforderungen, um die Infrastruktur entsprechend der zunehmenden Bevölkerung anzupassen. Das gilt sowohl für die Kinderbetreuungseinrichtungen als auch für Schulen, für den Wohnungsbau und die Seniorenbetreuung. Der Wetteraukreis wird sich hier zukunftsfähig aufstellen. Beispielsweise bereiten wir für unseren originären Zuständigkeitsbereich „Schule“ ein 100-Millionen-Euro-Schulbauprogramm für die kommenden fünf Jahre vor. So wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um der zunehmenden Zahl von Schülerinnen und Schülern gute Lernbedingungen zu bieten.“

Quelle: wetteraukreis.de

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