Zum dritten Forum der Modellregion Ökolandbau im Wetteraukreis konnte Erster Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Jan Wecker rund 60 Gäste begrüßen. In den Räumen des Fachdienstes Landwirtschaft in Friedberg kamen zahlreiche Akteure des ökologischen Landbaus aus Erzeugung, Verarbeitung, Bildung und Vermarktung zusammen, um einen Ausblick auf neue Projekte im Kreis zu erhalten, um sich zu ackerbaulichen Themen zu informieren und um die Gelegenheit zur Vernetzung zu nutzen.

Zu Beginn des Abends begrüßten Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler und Christan Sperling, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt, die rund 60 Gäste mit der erfreulichen Nachricht, dass die Projektlaufzeit der Modellregion um drei weitere Jahre verlängert wird. Auch sind weitere Ökomodellregionen in Hessen, aufgrund des erkennbaren Erfolgs der bestehenden Modellregionen, ausgeschrieben.

„In der Region sind interessante Ideen angestoßen und umgesetzt worden. Die Aktivitäten unserer Modellregion sind sehr vielfältig. Daher bin ich froh, dass der eingeschlagene Weg durch die Verlängerung der Modellregion fortgesetzt werden kann. Auf den angestoßenen Projekten können wir gut aufbauen“, lobte Jan Weckler das Engagement und die bereits erzielten Erfolge der Arbeitsgemeinschaft Modellregion Ökolandbau Wetterau.

„Stetig wachsende Umsatzzahlen bei regionalen Bio-Lebensmitteln verdeutlichen, dass sich Verbraucher ökologisch erzeugte Produkte aus der Region wünschen. Hier liegt eine große Markchance für unsere heimischen Landwirte und Betriebe. Daher werden wir uns im Verlängerungszeitraum verstärkt für den Aufbau von regionalen und ökozertifizierten Wertschöpfungsketten vom Erzeuger über den Verarbeiter bis hin zum Verkauf an der Ladentheke und der Kantinenkasse einsetzen“, so Jan Weckler.

Wo die Arbeitsgemeinschaft mit Ihrer Arbeit steht und wie es weitergeht, waren die zentralen Fragen mit denen sich Claudia Zohner, Koordinatorin der Modellregion Ökolandbau Wetterau, in ihrem Vortrag befasste. Die Modellregion Ökolandbau Wetterau fördert derzeit sechzehn verschiedene Teilprojekte, sieben weitere Projekte sind geplant. Diese beschäftigen sich etwa mit der Offensive zur Umstellung auf Ökolandbau in der Modellregion, der Bio-Zertifizierung von Verarbeitungsbetrieben, der Belieferung von öffentlichen Einrichtungen mit regionalen Bioprodukten oder dem im Januar 2018 erscheinenden Bio-Einkaufsführer für die Wetterau.

In der Veranstaltung wurden auch die zentrale Thematik des Erhalts der Bodenfruchtbarkeit im Ökolandbau und der Stellenwert eines guten Unkrautmanagements auf dem Acker aufgegriffen und angeregt diskutiert. Jonas Ehls, Berater für Gemüse und Ackerbau bei Bioland Hessen, stellte in seinem Fachvortrag sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch die neuesten maschinellen Trends zur Beikrautregulierung der Agritechnica 2017 vor.

Ein gutes Unkrautmanagement ist beim Anbau von Hackfrüchten, wie Bio-Zuckerrüben, unabdingbar für Ertrag und Ernte und somit insgesamt eine Herausforderung, so die Überleitung zum nächsten Referenten. Dr. Georg Vierling, Leiter des Fachbereichs Produktion der Südzucker AG, stellte die Perspektiven des Bio-Zuckerrübenanbaus und Vermarktungsmöglichkeiten vor. Der ökologische Rübenanbau stellt nicht nur betriebswirtschaftlich eine interessante Option dar, er bietet Ökolandbetrieben auch pflanzenbaulich interessante Alternativen. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Modellregion Ökolandbau Wetterau sucht die Südzucker AG daher einen Demonstrationsbetrieb für den Bio-Zuckerrübenanbau in der hiesigen ackerbaulichen Gunstregion.

Quelle: wetteraukreis.de

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