Die Bedeutung des dauerhaften Erhalts des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim in kommunaler Hand hat der Erster Kreisbeigeordnete Jan Weckler hervorgehoben. Schon bei dem Zusammenschluss des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim mit den Kliniken des Wetteraukreises in Friedberg und Schotten zur GZW gGmbH im Jahr 2006 sei diese Zielsetzung maßgeblich gewesen. „Die wohnortnahe stationäre Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist ein wesentlicher Teil der kommunalen Daseinsfürsorge“, betonte Weckler. In diesen Kontext gehöre auch die Notwendigkeit, den GZW-Standort Bad Nauheim durch Investitionen zu stärken.

Erreichbar sei dieses Ziel allerdings nur durch eine Kooperation auf Augenhöhe, wie sie zwischen den beiden GZW-Gesellschaftern Wetteraukreis und Stadt Bad Nauheim mehr als zehn Jahre lang hervorragend funktioniert habe. „In diesem Sinne ist es nun unsere Aufgabe, im vertrauensvollen Informationsaustausch mit den Vertretern der Stadt Bad Nauheim die aktuell anstehenden Aufgaben wie die Ablösung der Kassenkredite und eine eventuelle Neuordnung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen zu lösen“, betonte Weckler.

Er sei froh und dankbar, dass die Landesregierung hinsichtlich der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Hessenkasse durch den Wetteraukreis eine Fristverlängerung bis zu einem Zeitpunkt Ende des Jahres in Aussicht gestellt habe. „Dies gibt uns, dem Wetteraukreis und der Stadt Bad Nauheim, die Zeit, die wir brauchen, um die unterschiedlichen Handlungsoptionen sorgsam abzuwägen und danach in Ruhe eine auf Nachhaltigkeit angelegte, von Fairness getragene und am Wohl der Patienten orientierte Entscheidung zu treffen“, erklärte Jan Weckler weiter.

Die von einigen Kreistagsabgeordneten geforderte Aushändigung des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PWC) im Auftrag des Wetteraukreises, der Stadt Bad Nauheim und der GZW gGmbH angefertigten Ertragswertgutachtens an alle Kreistagsabgeordneten lehnte Weckler aus Gründen des Datenschutzes ab. Das Gutachten enthalte sensible Unternehmensdaten, „die nicht für die Öffentlichkeit und damit auch nicht für die Konkurrenz im Krankenhausbereich“ bestimmt seien. Zudem sei der Wetteraukreis im Aufsichtsrat der GZW gGmbH durch insgesamt elf unterschiedlichen Gremien angehörende Personen vertreten, womit der Kreis seine ihm obliegende Kontrollfunktion hinreichend ausüben könne, argumentierte Weckler. In der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats werde ein Vertreter von PWC Rede und Antwort stehen.

Quelle: wetteraukreis.de

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