Mit den Klimaschutzzielen hat sich der Wetteraukreis unter anderem vorgenommen, verbrauchseffiziente Dienstwagen zu nutzen. Der Erste Kreisbeigeordnete Jan Weckler konnte nun das erste Hybridfahrzeug für den Fuhrpark in Empfang nehmen.

Manfred Brauer ist in der Kreisverwaltung des Wetteraukreises für den Fuhrpark verantwortlich. Er erklärte die Funktion des neuen Fahrzeuges: „Das BMW-Modell 225xe Active Tourer verfügt über einen Plug-in-Hybridantrieb mit Turbobenziner auf der Vorderachse und einem Elektromotor auf der Hinterachse mit einer Leistung von 136 PS. Die Reichweite des Elektromotors reicht mit rund 40 Kilometern für Fahrten in den kompletten Kreis noch nicht aus, daher stellt das Auto ab einer bestimmten Drehzahl oder einer gewissen Anzahl angefahrenen Kilometern auf den Verbrennungsmotor um“.

Das etwa 1,7 Tonnen schwere Fahrzeug verbraucht nach Herstellerangaben zwei Liter Benzin auf 100 Kilometer und 11,2 Kilowattstunden mit dem Elektromotor.

Bei der Vorstellung des neuen Fahrzeuges zeigt sich der Erste Kreisbeigeordnete beeindruckt: „Das Fahrzeug ist im Elektrobetrieb kaum hörbar, zum Beispiel beim Ausparken.“ Ein bisschen gewöhnen müsse man sich daran schon, findet Weckler. Das Fahrzeug wurde auf Initiative des Ersten Kreisbeigeordneten im Herbst 2017 für den Fuhrpark des Kreises bestellt und in der vergangene Woche geliefert.

Test für den Fuhrpark

Beim Fuhrpark müsse der Staat auch an seine Vorbildfunktion denken, so Weckler. „Der Wetteraukreis hat in den vergangene Jahren bereits zwei Elektrofahrzeuge angeschafft“, erklärt er. Jedes Jahr geben neue wirtschaftliche und ökologische Erwägungen den Ausschlag bei der Anschaffung von Fahrzeugen über Leasingverträge. „Neben den wirtschaftlichen Kriterien, gibt es einige Voraussetzungen wie die Reichweite und die Verbrauchseffizienz, die Dienstwagen für die Kreisverwaltung unbedingt erfüllen müssen. Zwei Fahrten pro Tag von Friedberg bis Bad Vilbel, Gedern oder Hirzenhain sollten für einen sinnvollen Einsatz der Fahrzeuge schon möglich sein“, so der Erste Kreisbeigeordnete. Er erläutert weiter, dass das Hybridfahrzeug auch ein Test für den Fuhrpark darstelle und man gespannt sei, ob sich die Herstellerangaben in der Praxis bestätigen lassen.

Manfred Brauer ergänzt, dass die reinen Elektrofahrzeuge von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung sowohl für Stadtfahrten als auch Fahrten innerhalb des Kreisgebietes genutzt werden. „Allerdings ist die Nutzung während der Wintermonate stark eingeschränkt.“ Bei Benutzung von Beleuchtung, Heizung und Gebläse ist die Reichweite der Fahrzeuge häufig nur bis zu 50 Kilometer möglich. „Das jetzt angeschaffte Hybridfahrzeug stellt für uns einen sinnvollen Zwischenschritt bei der Umstellung des Fuhrparks dar“, führt Weckler aus.

Aufgeladen werden kann der Elektromotor des Fahrzeugs übrigens direkt auf dem Dienstwagen-Parkplatz der Kreisverwaltung in Friedberg. Bereits seit 2014 verfügt der Wetteraukreis über eine eigene Ladestation, die über die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kreishauses mit CO 2 neutralen Strom gespeist wird. Aktuell wird die Ladeinfrastruktur im Wetteraukreis nach und nach ausgebaut, auch die Entwicklung der Elektroautos geht voran, sodass der Wetteraukreis in den nächsten Jahren stets wieder prüfen kann, ob weitere Hybrid- oder reine Elektrofahrzeuge unter wirtschaftlichen Bedingungen angeschafft werden können.

Quelle: wetteraukreis.de

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