Sprunghaft über die Ufer steigende Flüsse, Großfeuer, Industrieunfälle oder andere Katastrophen sind in der Wetterau zwar selten. Falls ein solches Ereignis eintritt, ist es jedoch wichtig, schnell und zuverlässig informiert zu werden. Die Handy-App KATWARN ist dafür ideal. Im Wetteraukreis wird diese ganz unterschiedlich genutzt.

Gemessen an den Einwohnern ist die App besonders in den kleinen Kommunen in der östlichen Wetterau weit verbreitet. Spitzenreiter ist Kefenrod, wo jeder fünfte Einwohner die Anwendung auf seinem Smartphone installiert hat. In Bad Vilbel hingegen haben nur rund eineinhalb Prozent aller Einwohner die App auf ihr I-Phone, Android-Handy oder Windows-Phone heruntergeladen.

Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler wirbt dafür, die „mobile Sirene“ auf dem eigenen Smartphone zu installieren. „Bedenklich finde ich es, dass in den Kommunen, in denen die Anwendung am seltensten genutzt wird, die Zahl der Installationen sogar wieder rückläufig ist. Nur weil bisher zum Glück noch keine Katastrophe eingetreten ist, muss es nicht immer dabei bleiben. Wichtig ist es mir außerdem, darauf hinzuweisen, dass in Städten mit vielen Einwohnern der Informationsfluss im Notfall langsamer funktioniert, als in Dörfern, wo jeder jeden kennt. Gerade dort sind mobile Lösungen wie KATWARN sehr hilfreich.“

Insgesamt beurteilt der Erste Kreisbeigeordnete die Verbreitung der Anwendung im Wetteraukreis allerdings sehr positiv. Hatten im Mai 2016, rund ein Jahr nach der Einführung der App im Landkreis, nur rund 2.500 Einwohner KATWARN installiert, sind es mittlerweile über 21.000 und damit rund sieben Prozent aller Bewohner des Wetteraukreises. „Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Menschen für die Sirene im Taschenformat entscheiden würden“, so Weckler.

Quelle: wetteraukreis.de

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