Der Wetteraukreis habe viele interessante touristische Ziele zu bieten, vom Steinbruch in Nidda-Michelnau über den Gederner See, den Herrnhaag in Büdingen, das ‚Wetterauer Tintenfass‘ Münzenburg und die Jugendstil-Stadt Bad Nauheim bis zu den Burgfestspielen in Bad Vilbel, erläuterte Landratskandidat Jan Weckler in einer Pressemitteilung. Um das Tourismusziel Wetteraukreis künftig stärken und ausbauen zu können, fordert er für die diesbezügliche strategische Ausrichtung des Kreises einen Paradigmenwechsel.

Die Übernachtungszahlen für den Wetteraukreis seien natürlich ausbaufähig, grundsätzlich aber gut, erklärte der CDU-Landratskandidat Jan Weckler. Bei näherer Betrachtung entfielen allerdings fast zwei Drittel (63 Prozent) aller im Kreis verzeichneten Übernachtungen auf die Kur- und Gesundheitsstadt Bad Nauheim. „Bad Nauheim hat sich als Ziel für Urlauber erfolgreich etabliert, die Stadt ist eine ‚Marke‘“, so Weckler. „Davon können wir als Wetteraukreis bislang nur träumen.“

Wer die touristische Erschließung der Region ausbauen wolle, müsse zuerst daran arbeiten, den Wetteraukreis als touristisches Ziel sichtbar zu machen. Dafür setze der „Tourismuspolitische Handlungsrahmen Hessen 2015“ klar definierte Grenzen. Er verfolge das Ziel, die aktuell elf hessischen Tourismus-Destinationen auf fünf bis sechs zu reduzieren. „Dies bedeutet ganz klar: Alleine werden wir eine ‚Marke Wetteraukreis‘ nicht etablieren können“, ist Weckler überzeugt. Für die Tourismuspolitik des Kreises fordert er deshalb einen Paradigmenwechsel, „weg vom Wetterauer Alleingang hin zu einer auch inhaltlich stimmigen Kooperation“. In Frage käme beispielsweise eine Zusammenarbeit mit den Landkreisen Gießen und Vogelsberg, mit denen der Wetteraukreis einige Gemeinsamkeiten habe – unter anderem die Notwendigkeit, sich gegenüber der Metropol-Destination Frankfurt/Rhein-Main abzusetzen und zu behaupten.

Als eine Säule in der künftigen Tourismuspolitik des Kreises sieht Weckler das „Wetterauer-Bäder-Dreieck“ mit Bad Nauheim, Bad Salzhausen und Bad Vilbel. Alle drei Bäder hätten sich einen eigenen Charakter, ein eigenes Profil bewahrt; sie seien nicht wirklich Konkurrenten, sondern ergänzten sich. Alle drei seien auch Kneipp-Zentren. Der fusionierte Kneippverein Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen sei mit über 1.000 Mitgliedern der größte in Hessen, der Bad Vilbeler Kneippverein der zweitgrößte. „Die Wetterau ist damit ein echtes Kneippzentrum, wie man es in Hessen gar nicht und auch deutschlandweit selten findet“, betonte Weckler. Dies gelte es, für die touristische Vermarktung der Region zu nutzen.

Geht es nach Weckler, wird sich der Wetteraukreis schon bald konkret mit der Frage beschäftigen, wie die zur Ausbildung eines hessischen Tourismus-Destination notwendigen finanziellen und personellen Rahmenbedingungen sinnvoll und effizient geschaffen werden können. Jan Weckler: „Wir möchten die zahlreichen Schönheiten unseres Kreises einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen. Dafür ist die Zeit günstig, denn der Tourismus in Deutschland boomt. Packen wir es also an!“

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