Der Erste Kreisbeigeordneter Jan Weckler besuchte kürzlich die St. Petrus und Paulus Gemeinde der Antiochenisch-Orthodoxen Kirche in Butzbach.

„Wenn anderswo Kirchen schließen müssen, ist die St. Petrus und Paulus Gemeinde ein Beispiel für eine wachsende Kirche. Dies zeugt von einem unheimlichen Engagement der Gemeindemitglieder“, so Weckler. Empfangen wurde der Erste Kreisbeigeordnete und gelernte Religionslehrer in Butzbach von Priester Nicolas Esber und vom Vorstandsvorsitzenden der Gemeinde Yusuf Firsatbul.

In der Butzbacher Kernstadt hat die Gemeinde in Eigenregie ein Gemeindezentrum erbaut, in dessen großen Saal nicht nur Feste, sondern aktuell auch noch der Gottesdienst gefeiert wird. Dafür besitzt die Gemeinde sogar eine rollbare und damit mobile Ikonostase. Unter Ikonostase wird in der orthodoxen Kirche eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen bezeichnet, die in der Regel in der Kirche zwischen dem inneren Kirchenschiff und dem Altarraum steht. Eben jene Kirche fehlte der orthodoxen Gemeinde in Butzbach. Diese wird aktuell direkt neben dem Gemeindezentrum erbaut, den Rohbau konnte Jan Weckler schon besichtigen. Auch die Kirche baut die Gemeinde, die aus etwa 185 Familien besteht, komplett mit Eigenmitteln.

Insgesamt besteht die Heilige Synode von Antiochien aus 22 Erzdiözesen weltweit, die Erzdiözese von Deutschland und Mitteleuropa hat ihren Sitz in Köln. In Hessen gibt es noch zwei weitere Gemeinden der Orthodoxen Kirche von Antiochien, Priester Nicolas Esber betreut neben der Butzbacher zusätzlich noch die Wiesbadener Gemeinde. Antiochien ist der antike Name der türkischen Stadt Antakya. 90 Prozent der Mitglieder dieser Kirche kommen aus dieser Region im südöstlichen Teil der Türkei, die restlichen zehn Prozent stammen aus Syrien oder dem Libanon. Die größte Anzahl der Mitglieder der Butzbacher Gemeinde stammen aus der Hafenstadt Seleukia Pieria (Samandag).

„Beeindruckt hat mich neben der Leistung zum Bau der eigenen Kirche vor allem die Organisation der Gemeinde und wie sich die Mitglieder in Butzbach einbringen“, so der Erste Kreisbeigeordnete Jan Weckler. Im Vorstand gibt es neben Vorsitzenden und Kassenwart unter Anderen auch jeweils Beauftragte für Frauen, Jugend, Sport Events und Kultur. Auch gibt es zwölf verschiedene Arbeitsgruppen, die sich um die verschiedenen Aktivitäten und Mitglieder der Gemeinde kümmern. Die Gemeinde hat es sich außerdem zum Ziel gesetzt syrische Flüchtlinge in Butzbach zu betreuen, sie bei Behördengängen und bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Außerdem bestehe ein guter Kontakt zu den anderen religiösen Kirchengemeinden in Butzbach, es werden auch gemeinsame Gottesdienste oder Feste gefeiert.

„Die religiöse und kulturelle Vielfalt des Wetteraukreises zeichnet sich auch in der St. Petrus und Paulus Gemeinde in Butzbach aus. Die Mitglieder zeigen sich sehr integrationswillig und stärken die interreligiöse Zusammenarbeit mit christlichen und muslimischen Gemeinden“, so der Erste Kreisbeigeordnete Jan Weckler abschließend.

Quelle: wetteraukreis.de

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