Am 12. Oktober 2016 hat mich der Wetterauer Kreistag zum Ersten Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises gewählt. Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit des Landkreises bildet die Hessische Landkreisordnung (HKO). In der HKO ist unter anderem auch die Funktion des Ersten Kreisbeigeordneten geregelt. Der Erste Kreisbeigeordnete ist nach § 45 HKO der allgemeine Vertreter des Landrates. Die Amtszeit des Ersten Kreisbeigeordneten beträgt sechs Jahre.

Die Entscheidung für das Amt zu kandidieren, beruhte vor allem auf meiner bisherigen Berufserfahrung. Das Amt verbindet meine Leitungs- und Verwaltungserfahrung in fünf verschiedenen Landesbehörden mit meinem fachlichen Schwerpunkt "Schule und Bildung" sowie mit meinem rund 30-jährigen ehrenamtlichen kommunalpolitischen Engagement.

Verwaltung, Schule, Politik: die Verbindung dieser drei mir vertrauten Felder spiegeln sich in der Kreisverwaltung wieder. Konkret arbeiten in meinem Dezernat rund 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kreisverwaltung.

Als Schuldezernent bin ich auch für die 88 Wetterauer Schulen verantwortlich, denn Schulträger dieser Schulen ist der Wetteraukreis. Als solcher hat der Wetteraukreis unter anderem die Zuständigkeit für die Schulgebäude, die Ausstattung, aber auch die Besetzung der Schulsekretariate und Hausmeisterstellen.

Auch im Bereich Ordnungsrecht stecken viele wichtige Aufgaben der Kreisverwaltung, wie die Zulassung von Fahrzeugen, die Führerscheinstelle und die Ausländerbehörde.

Für den Wetteraukreis als "Kornkammer Hessens" hat die Landwirtschaft eine traditionell hohe Bedeutung. Für die aktuell rund 1.000 landwirtschaftlichen Betriebe in der Wetterau gilt es, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, landwirtschaftliche Flächen zu erhalten und in Bezug auf vorhandene Förderprogramme der EU, des Bundes oder des Landes Hessen beratend tätig zu sein. Das sind wesentliche Aufgaben des Fachdienstes Landwirtschaft in der Kreisverwaltung.

Im Bereich Bau bin ich neben den Schulen außerdem für alle weiteren kreiseigenen Gebäude und den Klimaschutz zuständig. Der Fachdienst Bauordnung ist schließlich Genehmigungsbehörde für Bauanträge und übt die Funktion der Unteren Denkmalschutzbehörde aus.