„Wo gibt’s denn hier Vulkane?“ ist der Titel der Fotoausstellung, die Landrat Jan Weckler am heutigen Mittwoch im Friedberger Kreishaus eröffnet hat. Im ersten Obergeschoss der Kreisverwaltung am Friedberger Europaplatz (Gebäude B) sind mehr als 30 großformatige Fotografien zu sehen, die Orte in der Region zeigen, wo die vulkanische Vergangenheit noch erkennbar ist.

„Der Vogelsberg ist vor 15 Millionen Jahren erloschen. Dennoch kann man mit einem geübten Blick die vulkanische Vergangenheit der Region erkennen“, weiß Landrat Weckler aus vielen Ausflügen in die Region. Felsen, ehemalige und noch aktive Steinbrüche, Bergkuppen, eine kleine Baugrube und ein historischer Keller, Geotope, die unterschiedliche Aspekte des Vulkanismus zeigen. Sie liegen in den vier Landkreisen Wetterau, Vogelsberg, Gießen und Main-Kinzig, über die sich der Vogelsberg naturräumlich zieht.

„Wir haben der Ausstellung den Untertitel „Spurensuche im Vogelsberg“ gegeben. Damit wollen wir deutlich machen, dass es nicht immer einfach ist, die Zeugnisse der Erdgeschichte zu erschließen“, sagt Kerstin Bär, Mitglied der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG). Die Bilder sind während verschiedener Exkursionen entstanden. Keines der Bilder wurde in größerem Umfang nachbearbeitet. „Sie liefern authentische Blicke auf und in den Vogelsberg“, erläutert Kerstin Bär.

Bilder sprechen für sich

Den Bildern sind in der Ausstellung keine weiteren Notizen beigefügt, sie sprechen für sich allein. Wer aber mehr wissen will, findet mehrere Exemplare eines Begleitheftes, in dem jedes Bild einzeln erläutert ist. Die Ausstellung ist in mehrere Kapitel unterteilt, von Lavaströmen über Schlote bis hin zu verschiedenen Arten explosiver Ausbrüche von Vulkanen.

Beschreibungen und Bilder aus heute noch aktiven Vulkangebieten leiten jedes Kapitel ein, so dass sich Vergleiche mit dem Vogelsberg ziehen lassen.

Damit bietet das Begleitheft auch vielfältige Informationen über den Vogelsberg und eine inhaltliche Ebene, die bei einfachen Stimmungsbildern fehlt. Im Begleitheft sind auch die Bildautoren zu finden. Es sind: Andreas Rüb (Kefenrod), Dr. Angela Metzner (Schotten), Klaus Emrich (Schotten), Rudolf Schlintz (Freiensteinau), Jürgen Löffler-Wegwerth (Grebenhain), Klaus Tamme (Schotten), Erhard Müth (Gedern), Gerold Beckmann (Grebenhain) und Kerstin Bär (Nidda). Sie sind alle Mitglieder des Leitungsteams der DVG-Sektion oder als DVG-Ortsbeauftragte unterwegs.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Februar 2019, im Friedberger Kreishaus, Gebäude B, erstes Obergeschoss, während der Öffnungszeiten des Kreishauses, montags bis mittwochs 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr, zu besichtigen.

Quelle: Wetteraukreis

« Landrat Weckler ehrt Katastrophenschützer Friedberger Heimatkalender lässt Geschichte lebendig werden »