Zu einer Abschlussbesprechung des Corona-Einsatzes der Bundeswehr im Wetteraukreis hatte Landrat Jan Weckler kürzlich in die Kreisverwaltung eingeladen. „Sie haben unsere Bemühungen in der Bekämpfung der Pandemie entscheidend unterstützt und zum Erfolg beigetragen“, war zusammengefasst sein Lob. Im Zuge der Besprechung wurde ein Mitglied des Wetterauer Kreisverbindungskommandos (KVK) zum Major befördert.

Das KVK war fast komplett anwesend, als Landrat Jan Weckler den Mitte des Monats zu Ende gegangenen Einsatz der Bundeswehr Revue passieren ließ. Mit dabei war auch der Führungsstab des Wetteraukreises, der alle Fachkompetenzen der Gefahrenabwehr bündelt: Amtsärztliche Aufsicht und öffentlicher Gesundheitsdienst, Brandschutzaufsicht, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Zentrale Leitstelle.

Knapp viereinhalb Monate waren seit Februar diverse Einheiten der Bundeswehr im Wetteraukreis zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aktiv. Anfangs ging es um die Hilfe bei den Schnelltests in den Alten- und Pflegeheimen; ab April galt es, bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung zu helfen. Bei den Schnelltests waren Kontingente der Panzeraufklärer aus Ahlen (NRW) und Logistiker aus Delmenhorst in der Wetterau stationiert, bei der Kontaktnachverfolgung half ein Feldjäger-Kontingent aus Fritzlar und Mainz. Die Anzahl der Soldatinnen und Soldaten verringerte sich im Laufe des Geschehens von anfangs 54 auf letztlich zwölf. Rund 145.000 Euro hat der Wetteraukreis für diesen Einsatz aufgewandt, die nun mit dem Landeskommando Hessen abgerechnet werden.

Landrat Jan Weckler bedankte sich für die Unterstützung der Bundeswehr. Nachdem im Wetteraukreis ei-gentlich keine „Bundeswehr-Tradition“ geherrscht habe, sei der Einsatz der drei Bundeswehrkontingente ein Novum gewesen. „Sie haben uns an entscheidender Stelle sehr geholfen und uns unterstützt. Dank Ihrer Hilfe konnten wir in Zusammenarbeit mit eigenem und abgeordnetem Personal die Pandemie meistern“. Diese Einschätzung bestätigten Dr. Reinhold Merbs und Jürgen Nickel vom Fachbereich Gesundheit und Bevölkerungsschutz.

Oberstleutnant der Reserve Thomas Meißner bedankte sich als Leiter des KVK im Namen seiner Kameraden für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung des Wetteraukreises. Im Rahmen des Bundeswehreinsatzes hat das KVK ein kleines „gemeinsames Lagezentrum“ errichtet, vom dem aus alle Aktivitäten im Kreisgebiet und die Kommunikation zum Landeskommando Hessen gesteuert wurde. Durch die wochenlange gemeinsame Zusammenarbeit habe man die jeweiligen Strukturen noch besser kennengelernt – aus zunächst „grauer Theorie“ wurde sehr gute und funktionierende Praxis.

Im Rahmen der Abschlussbesprechung wurde Hauptmann der Reserve Markus Seum aus Nidda vom Leiter des KVK unter „Assistenz“ des Landrates zum Major befördert. Sicherlich auch als Anerkennung der geleisteten Dienste im Rahmen des Einsatzes im KVK Wetterau.

Quelle: Wetteraukreis

« UNICEF-Spendendosen im Büdinger Impfzentrum – mehr als 10.000 Euro gesammelt Notebooks und iPads für Lehrkräfte in Wetterauer Schulen »