Den „Organisatorischen Leitern Rettungsdienst“ (OLRD) kommt in der Gefahrenabwehr eine wichtige Aufgabe zu: Sie werden bei Großschadenslagen und Notfallereignissen tätig und übernehmen die übergeordnete organisatorische Führung der rettungsdienstlichen Einsatzkräfte. Landrat Jan Weckler hat nun drei langjährige Ehrenamtliche verabschiedet und ihre Nachfolger vereidigt.

Kommt es zur Katastrophe, übernehmen die „Organisatorischen Leiter Rettungsdienst“ die organisatorisch-taktische Einsatzleitung für alle Sanitätskräfte – beispielsweise, indem sie die materiellen und personellen Ressourcen des Sanitäts- und Rettungsdienstes koordinieren. Um die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen rund um die Uhr gewährleisten zu können, stehen dem Wetteraukreis derzeit zehn Personen aus fünf Hilfsorganisationen zur Verfügung. „Es ist alles andere als selbstverständlich, dass Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe zum Schutz der Menschen im Wetteraukreis übernommen haben und künftig übernehmen werden. Für Ihren ehrenamtlichen Einsatz möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, betonte Landrat Jan Weckler bei der feierlichen Zusammenkunft im Friedberger Kreishaus.

Als langjährige OLRD verabschiedet wurden Marco Laßmann, Rainer Steil und Ulrich Schäfer. Laßmann erinnert sich an viele außergewöhnliche Einsätze in dieser Zeit: „Dazu gehört sicherlich der Stromausfall in Bad Nauheim, der sich von mittags bis tief in die Nacht zog. Mein schönster Einsatz war allerdings der Krankentransport eines hoch betagten Ehepaars, das immer noch sehr verliebt war und sich viel zu erzählen hatte.“

Froh zeigte sich Landrat Weckler darüber, dass dank drei neuer Kollegen ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist: Marco Ebert, André Hübsch und Sebastian Kleespies verstärken ab sofort das Team der „Organisatorischen Leiter Rettungsdienst“ im Wetteraukreis.

André Hübsch ist seit 1996 hauptamtlich im Rettungs-dienst tätig. „Ich freue mich, die Nachfolge von Ulrich Schäfer als Organisatorischer Leiter antreten zu können.“ Kleespies ist ausgebildeter Notfallsanitäter und als solcher seit 2017 im Wetteraukreis tätig. „Der OLRD stellt als Teil der Einsatzleitung Rettungsdienst ein wichtiges Glied in der öffentlichen Gefahrenabwehr dar. Ich fühle mich geehrt, hierzu einen Beitrag leisten zu dürfen“, sagte er. Marco Ebert ist seit 2006 Rettungsassistent, seit 2016 Notfallsanitäter und ehrenamtlich im Katastrophenschutz tätig. „Schon seit meiner Ausbildung empfand ich die Arbeit eines OLRD als sehr hohe Ehre und Herausforderung, die ich gerne ausüben wollte.“

Landrat Weckler berief die drei ins Ehrenbeamtenverhältnis, vereidigte sie und wünschte ihnen bei künftigen Einsätzen stets eine glückliche Hand.

Quelle: Wetteraukreis

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