Mit dem Kommunalen Investitionsprogramm II unterstützt die Bundesregierung die Schulträger bei wichtigen Investitionen für Schulen.

29,7 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm II (KIP II) des Bundes fließen in den Wetteraukreis. Nach der Beschlussfassung durch den Kreisausschuss hat der Kreistag gestern (12.12.2018) der Einzelmaßnahmenliste zugestimmt.

„Dank des Investitionsprogramms kommen knapp 30 Millionen Euro bei den Schülerinnen und Schülern in der Wetterau an“, freut sich Landrat Jan Weckler. Der Eigenanteil des Kreises liegt hierbei bei 25 Prozent. Als Schuldezernent hat Weckler nun eine Liste mit insgesamt 38 Maßnahmen vorgestellt. Gemäß der Schülerverteilung liegt mengenmäßig der Schwerpunkt der Investitionen im Westkreis mit 26 Maßnahmen, 12 Investitionsmaßnahmen werden im Altkreis Büdingen realisiert.

Gefördert werden durch das KIP II-Programm Investitionen in Sanierung und Umbauten, Ersatz- und Neubauten sind dagegen nicht förderfähig. Erstmals sei es über das Kommunale Investitionsprogramm II aber möglich, bereits begonnene Maßnahmen zu berücksichtigen. Daher finden sich in der nun eingebrachten Liste auch Maßnahmen, bei denen Bauarbeiten bereits eingeleitet wurden.

Landrat Weckler: Neun Millionenprojekte

Neun Vorhaben haben ein Volumen von mehr als einer Million Euro.
Größtes Einzelprojekt sind Arbeiten zur Modernisierung und zur Verbesserung des Brandschutzes an den Beruflichen Schulen am Gradierwerk in Bad Nauheim mit rund 4,2 Millionen Euro.
Knapp vier Millionen Euro werden für die Modernisierung von Teilbereichen der Klassenräume, von Holzwerkstätten, für Fassaden- und WC-Sanierung an der Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg investiert.

Dies sind zwei Maßnahmen, an denen zukünftig rund 4.000 Schüler/Innen in den zwei größten Kreisschulen partizipieren werden. Aktuell werden im Wetteraukreis über 36.000 Schülerinnen und Schüler beschult, Tendenz steigend.
Drittgrößter Posten ist die Dach- und Innenmodernisierung an der Weidigschule in Butzbach mit 2,8 Millionen Euro.
An der Gesamtschule Konradsdorf wird die energetischen Sanierung fortgesetzt (Fassade, Heizung, Sanitär) mit einem Investitionsbedarf von rund 2,3 Millionen Euro.
2,2 Millionen Euro sind für die Erweiterung der Ganztagsflächen von Fachräumen und Verwaltungsflächen an der Josef-Moufang-Schule in Nidda eingeplant.
Für die Modernisierung des Hauptgebäudes mit Brandschutz, Elektro, IT, Beleuchtung, Akustik und Sanitär sind am Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen 1,5 Millionen Euro eingeplant.
Rund 1,5 Millionen Euro machen die Investitionen zur Erweiterung der Geschwister-Scholl-Schule in Niddatal aus.

Auch Schulen in freier Trägerschaft werden bedacht

Aber nicht nur Schulen in der Schulträgerschaft des Wetteraukreises profitieren vom Kommunalen Investitionsprogramm. Rund 1,4 Millionen Euro werden für Investitionsmaßnahmen an Schulen in freier Trägerschaft vergeben, etwa für die Sanierung von Lichtschächten an der Sophie-Scholl-Schule (81.000 Euro), den Umbau zur barrierefreien Schule und Sanierung der Toilettenanlagen an der Freien Waldorfschule Bad Nauheim (knapp 400.000 Euro), den Ausbau des WLAN-Netzes an der Internatsschule Lucius in Echzell (40.000 Euro) und die Fassadensanierung mehrerer Gebäude an der St-Lioba-Schule in Bad Nauheim (765.000 Euro).

„Die Arbeiten sollen gemäß der Förderrichtlinie zum Kommunalen Investitionsprogramm bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Weil dies aufgrund der derzeitigen Marktlage im Baubereich und zahlreicher weiterer Schulneu- und Erweiterungsbauten, die nicht förderfähig sind, eine sehr herausfordernde Aufgabenstellung darstellt, werden alle Einzelmaßnahmen für gegenseitig deckungsfähig erklärt. Das bedeutet, sollte es bei einem Projekt zu Verzögerungen kommen, dass die Mittel für ein anderes Projekt aus der KIP-Liste flexibel eingesetzt werden können“, erläutert Landrat Weckler. „Damit legen wir einen wichtigen Grundstein dafür, dass die Fördermittel vollständig an den Schulen im Wetteraukreis ankommen. Denn neben Neu- und Erweiterungsbauten auf Grund steigender Schülerzahlen, ist die Sanierung der bestehenden Gebäude ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Schullandschaft des Wetteraukreises“, so Landrat Weckler.

Quelle: Wetteraukreis

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