Das Thema Klimaschutz hat im Wetteraukreis höchste Priorität. Erst vor wenigen Wochen hat der Kreistag die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes beschlos-sen. Danach sollen mindestens 55 Prozent der CO2-Emissionen in kreiseigenen Liegenschaften gegenüber dem Jahr 1990 reduziert werden.

„Um diese übergeordnete Vorgabe zu erreichen, werden nicht nur kreiseigene Liegenschaften besonders unter die Lupe genommen, es sollen auch die zehn vom Kreis-tag definierten Klimaschutzziele umgesetzt werden“, sagt Landrat Jan Weckler. Umgesetzt werden sie von Susanne Feiler und David Bauner. Die beiden studierten Geografen sind seit kurzem Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Susanne Feiler als Koordinatorin für den Klima-schutz und David Bauner als Klima- und Energiemana-ger.

Das Thema Klimaschutz wurde im Zusammenhang mit dem Beschluss des neuen Klimaschutzkonzeptes in der Kreisverwaltung neu strukturiert. Bislang war dieses aus-schließlich im Fachbereich Bildung und Gebäudewirtschaft auf der Ebene des Immobilienmanagements ange-siedelt. Dort bleiben auch weiterhin die Themen Gebäu-deverwaltung und Klimaschutz im Zusammenhang mit Bauen, Sanierung sowie Vorbereitungen der Kennzahlen für den Klimaschutzbericht. Neu ist das Thema Klima-schutz im Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt, in dem eine neue Stelle geschaffen wurde. Hier liegen nun die Gesamtkoordination und die federführende Betreuung des Klimaschutzes.

„Mit dieser Organisationsänderung wird dem Thema nun mehr Geltung und ein organisatorisches Pendant zum Fachbereich Bildung und Gebäudewirtschaft gegeben. Ziel ist es, den Klimaschutz ganzheitlich im Rahmen des Einflussbereichs des Wetteraukreises zu betrachten“, so Landrat Jan Weckler.

Seit September kümmert sich David Bauner im Fachdienst Immobilienmanagement um die Umsetzung von konkreten Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept. Das Konzept liefert eine detaillierte Betrachtung ausge-wählter kreiseigener Gebäude hinsichtlich ihrer energeti-schen Einsparpotenziale sowie Maßnahmen, diese zu er-reichen. Zusammen mit dem dazugehörigen Heizungs- und Beleuchtungskonzept wurde somit eine wichtige Planungsgrundlage für die energetische Ertüchtigung kreiseigener Gebäude geschaffen. David Bauner hat Geo-grafie mit Schwerpunktsetzung Umweltmanagement studiert und war vor seiner Tätigkeit beim Wetteraukreis für die Stadt Nidda als Klimaschutzmanager tätig.

„Das Erreichen der gesteckten Ziele aus dem Klima-schutzkonzept ist keineswegs ein Selbstläufer und be-darf einer intensiven Zusammenarbeit mit vielen Stellen und Akteuren sowohl intern als auch extern“, sind sich Landrat Jan Weckler und Kreisbeigeordneter Matthias Walther einig. Eine große Rolle spiele aber auch das Ver-halten der Nutzerinnen und Nutzer der Immobilien, wenn es darum geht, CO2-Emissionen zu verringern.

Susanne Feiler ist seit Anfang November Mitarbeiterin im Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt und hat den Auftrag, einen stärkeren Klimaschutz-Impuls in der Kreisentwicklung zu setzen. Hier soll sie das Thema Kli-maschutz stärker in den Fokus rücken, Kompetenzen bündeln und Aktivitäten und Projekte koordinieren. „Klimaschutz spielt in viele Bereiche der Kreisentwick-lung hinein, daher ist die Aufgabe auch näher an die Themen Entwicklung und Nachhaltigkeit herangerückt“, so der zuständige Dezernent Matthias Walther.

Susanne Feiler bringt eine zehnjährige Berufserfahrung rund um das Thema Klimaschutz und Energie mit. Die diplomierte Geografin war zunächst mehrere Jahre in der Regionalplanung in Brandenburg tätig. Im Anschluss war sie zwei Jahre lang Klimaschutzmanagerin der Stadt Cottbus, bevor sie die vergangenen drei Jahre beim Bay-erischen Landesamt für Umwelt in einem Projekt zur Un-terstützung der bayerischen Kommunen bei Energiepro-jekten arbeitete. Auch als „Neuhessin“ fühlt sich die gebürtige Mecklenburgerin im Haus der Umwelt in der Homburger Straße wie zu Hause.

„Unsere Klimaschutzziele und das Klimaschutzkonzept sind ambitioniert, und sie fordern von allen Beteiligten auch viel Verantwortungsbewusstsein. Mit der Neustruk-turierung in der Kreisverwaltung können wir diese nun anpacken“, so Landrat Jan Weckler.

Quelle: Wetteraukreis

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