Einen Bescheid über einen Kreiszuschuss in Höhe von 5.000 Euro hat Landrat Jan Weckler dieser Tage für die denkmalgerechte Sanierung des Hauses in der Untergasse 5 in Ortenberg übergeben.

In der Denkmaltopografie des Wetteraukreises heißt es: „Das mittelalterliche Gepräge der Gesamtanlage ist in Ortenberg innerhalb der Mauern als Struktur der Parzellen und Gassen noch bis heute erhalten. Auf der Spitze des Schlossbergs liegt die Burg, die die Stadt beherrscht, welche sich in südwestlicher Richtung bis in die Nidderebene erstreckt. Die in ihrem Bering eingeschlossene Stadt ist im Bereich des Doppelgrabens - dessen Profil an manchen Stellen zu erkennen ist - und am nördlichen Hang des Schlossberges völlig frei von moderner Bebauung, so dass die bei Merian dargestellte Situation des 17. Jahrhunderts noch heute ziemlich deutlich ablesbar ist. Die Altstadt und die sie umziehenden Grüngürtel bzw. Nidderauen sind eine geschlossene Gesamtanlage. Wegen ihrer geschichtlichen und wissenschaftlichen Bedeutung stehen sie unter Denkmalschutz.“

An der Straßengabelung in der Altstadt von Ortenberg liegt das gut einsehbare Fachwerkhaus mit Anbau und Erweiterung von Timo Schwab, den neuen Eigentümer,. In Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurden die dringend anstehenden Sanierungsarbeiten durchgeführt. Der verputzte Anbau an dem Fachwerkhaus wird mit einer vertikal angebrachten Holzverschalung verkleidet, die typisch für Scheunen und Nebengebäude ist und dem Anbau einen scheunenartigen Charakter geben soll.

Das Fachwerkwohnhaus wird sich fachwerkseitig zeigen, und vorhandene Schäden werden durch einen Zimmerer behoben. Es folgen ein Anstrich mit Leinölfarbe und die Ausmauerung einiger Gefache mit Lehmsteinen. Aus- und Umbauten an dem Gebäude, wie die überdimensionierte Gaube, störten auch Timo Schwab und wurden deshalb zurück gebaut. Das Dach wird einheitlich mit naturroten Ziegeln aus Ton gedeckt. Im Inneren wurde viel Trockenbau von den Fachwerkwänden entfernt und durch diffusionsoffenen Lehmputz ersetzt. Der Einbau gegliederter Holzfenster rundet das Sanierungsvorhaben ab.

Landrat Jan Weckler zeigte sich beim Ortstermin begeistert von der hervorragenden Umsetzung der Sanierungsarbeiten, die stets in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises stattfanden: „Ich freue mich über die gelungene Sanierung eines wertvollen Gebäudes in einer denkmalgeschützten Anlage. Mit der Sanierung wird dieses Gebäude auch für spätere Generationen als wichtiges Zeugnis der Vergangen-heit erhalten bleiben.“

Quelle: Wetteraukreis

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