Der Wetteraukreis ist jetzt auch ganz offiziell Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Beitritt in die Wege geleitet. „Damit wollen wir dazu beitragen, Mobilität zu Fuß, mit dem Rad und mit dem öffentlichen und schienengebundenen Nahverkehr intensiver zu verknüpfen und attraktiver zu machen“, erläutert Landrat Jan Weckler.

Die Bestätigung und Mitgliedsurkunde, unterzeichnet vom Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir, hat Landrat Weckler dieser Tage entgegengenommen.

In einer vier Jahre zurückliegenden Umfrage haben 82 Prozent der Befragten gefordert, dass mehr für den Radverkehr getan wird. Gleichzeitig ist jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer und jede dritte sogar kürzer als drei Kilometer. „Das sind Entfernungen, die mit dem Rad durchaus schneller zurückzulegen sind als mit dem Auto, auf jeden Fall wesentlich umweltfreundlicher“, findet Landrat Weckler.

In der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität wolle man mit anderen Kommunen, Landkreisen und Organisationen zusammenarbeiten, um praxistaugliche Konzepte zu erarbeiten, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Aktuell sind fast 300 Kommunen, Landkreise und weitere Institutionen Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität.

1.000 Kilometer Radwege im Wetteraukreis

Im Landkreis hat der Radverkehr schon lange einen guten Stand. Seit mehr als 25 Jahren entwickelt der Wetteraukreis sein eigenes Radwegenetz. Mehr als 1.000 Kilometer ausgewiesene Radwege, darunter viele auf Wegen, die man sich mit der Landwirtschaft teilt, sind ausgewiesen.

„In der Vergangenheit war es vor allem der Aspekt der Freizeitnutzung, die im Fokus stand. Jetzt wollen wir verstärkt das Fahrrad auch in den Alltagsverkehr integrieren und Fahrten im Kurzstreckenbereich vom Auto auf das Rad verlagern. Dafür brauchen wir allerdings Verkehrswege, die so ausgebaut sind, dass ein Umstieg auf das Rad tatsächlich auch eine mögliche Alternative ist“, so Landrat Weckler.

Quelle: Wetteraukreis

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