Am 10. März wird auf dem Friedberger Kreishaus wieder die tibetische Flagge wehen. Damit reiht sich die Kreisspitze auch in diesem Jahr in den Reigen der Unterstützer Tibets ein.

„Dieses Jahr jährt sich die Besatzung Tibets zum sechzigsten Mal. Zu diesem Jahrestag wollen auch wir als Wetteraukreis Flagge zeigen“, erklärt Landrat Jan Weckler.

„Während es die Besatzung der östlichen Ukraine zu Recht noch regelmäßig in die Nachrichten schafft, ist das Schicksal der Tibeter schon fast vergessen. Wir sprechen uns damit für das Recht der Tibeter auf Selbstbestimmung und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet aus“, so der Wetterauer Landrat.

Hintergrund der Aktion

Als Folge der Besetzung und Unterdrückung Tibets durch China im Jahr 1949 erhob sich das tibetische Volk am 10. März 1959 gegen die chinesische Besatzungsmacht. Aus Sorge um das Leben des Dalai Lama versammelten sich etwa 300.000 Tibeter vor seiner Sommerresidenz nahe der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Der Dalai Lama musste ins Exil nach Indien fliehen. Das chinesische Militär schlug den Aufstand blutig nieder. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben.

Seit 1996 setzen jährlich hunderte Kommunen in Zusammenarbeit mit der Tibet Initiative Deutschland e.V.am 10. März, dem Jahrestag der Niederschlagung des Volksaufstandes von 1959, ein Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk.

Quelle: Wetteraukreis

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