Die Windmühle als wesentlicher Bestandteil der alten Saline Nauheim soll wieder funktionsfähig aufgebaut werden und dabei die besondere technische Ausstattung zur Salzgewinnung in Bad Nauheim plausibel sichtbar gemacht werden. Das ist das Ziel des Vereins Wind- und Wasserkunst Bad Nauheim, der sich im Jahr 2013 gegründet hat.

Die rechtlichen Voraussetzungen für die Rekonstruktion dieses technisch herausragenden Denkmals hat Landrat Jan Weckler dieser Tage mit der Übergabe der Baugenehmigung geschaffen.

„Der Windmühlenturm drehte sich in der Zeit zwischen 1747 und 1824, dann zerstörte ein Orkan die Flügel und die Turmkappen. Zahlreiche Reste der Originaltechnik blieben auch nach der Stilllegung des Windkraftbetriebes erhalten“, wie Dr. Thomas Schwab, Erster Vorsitzender des Fördervereins, erläuterte. Dazu gehört der freigelegte Drehkranz, auf dem die Mühlenkappe mit den Flügeln gegen den Wind gedreht wird.

Mit der Wiederherstellung des Windmühlenturms wird nicht nur ein bedeutendes technisches Denkmal in Bad Nauheim reaktiviert, sondern auch ein weiterer touristischer Leuchtturm die Attraktivität der Badestadt vergrößern, sagt Bürgermeister Klaus Kreß. Der Mühlenturm wäre eine hervorragende Kulisse für Open-Air-Veranstaltungen.

„Dass ein solches gewaltiges Projekt tatsächlich realisiert wird, liegt vor allem an einem mit Engagement und Hartnäckigkeit erfolgten Teamprojekt, bei dem, neben dem Vereinsvorsitzenden Dr. Thomas Schwab, Armin Häfner und Klaus Neuhöfer besonders zu nennen sind“, lobte Landrat Jan Weckler die Arbeit des Vereins.

Auf 500.000 bis 600.000 Euro schätzt der Verein die Kosten für die Rekonstruktion des Mühlenturms, die vor allem durch Sponsoren und Fördermittel aufgebracht werden. „Damit können wir das Projekt sicher durchführen“, so Vereinsvorsitzender Dr. Thomas Schwab.

Die Arbeiten für die Rekonstruktion des Mühlenturms finden in enger Absprache mit der Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises statt.

Quelle: Wetteraukreis

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