Wie wird das „Schaufenster in die Region“ bei der Landesgartenschau aussehen?

Freuen sich über die Zusammenarbeit bei der Planung des „Pavillons der Region“ des Wetteraukreises zur Landesgartenschau (von links): Christian Sperling (Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt), Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler, Prof. Norbert Hanenberg (THM), Landrat Jan Weckler, THM-Vizepräsident Prof. Dirk Metzger und Anne Kemink (Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt).

Studierenden-Teams der THM arbeiten an Entwürfen für den Pavillon, in dem sich der Wetteraukreis vom 22. April bis 3. Oktober 2027 präsentiert

Ein „Schaufenster in die Region“ soll er werden – der Pavillon des Wetteraukreises bei der Landesgartenschau, die kommendes Jahr im östlichen Kreisgebiet und der Stadt Schotten stattfindet. Der Landkreis und seine Kommunen wollen sich in ihm als attraktives Reise- und Ausflugsziel, als anziehender Lebens- und Wirtschaftsraum und seine Verwaltung als moderne und bürgernahe Behörde präsentieren. Und da Wettbewerb stets die Kreativität fördert, arbeiten derzeit sieben Studierenden-Teams der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) aus den Masterstudiengängen Architektur und Bauingenieurwesen an den Entwürfen für das Gebäude, in dem sich Kreis und Kommunen präsentieren werden.

„Mit dem geplanten Pavillon wollen wir Besucherinnen und Besuchern einen lebendigen Einblick in unsere Region bieten. In einem offenen, einladenden Ambiente möchten wir Interessierte zum Verweilen einladen und sie über den Landkreis, seine Kommunen und sein attraktives Angebot für Gäste sowie Bürgerinnen und Bürger informieren“, betont Landrat Jan Weckler die Zielsetzung des Gebäudes. Erfreut ist der Landrat, dass Studierende der THM sich der Aufgabe angenommen haben, das Aussehen dieser Präsentationsfläche während der Landesgartenschau mit frischen Ideen und fachlichem Können zu planen.

Das Themenspektrum der Kreis-Vorstellung soll weitgefächert sein und von Bereichen wie Tourismus, Kultur und Archäologie, über Natur, Umwelt und regionale Produkte bis hin zu den Aspekten Wirtschaft, Arbeiten und Verwaltung reichen. Das Programm verantworten wechselnde Aussteller – Kreis-Kommunen, ihre Vereine und Gruppen, Schulen, Institutionen, die THM, Künstlerinnen und Künstler sowie die Fachbereiche der Kreisverwaltung. Dieses wechselnde Angebot ergänzt eine dauerhafte Ausstellung beziehungsweise Präsenz zur Region.

Schon jetzt ist allerdings klar, dass dieser „Pavillon der Region“ seinen Standort nur zeitlich befristet im Unteren Kurpark von Bad Salzhausen haben wird, einem der beiden Hauptstandorte der Landesgartenschau. „Nach dem Ende der Großveranstaltung ist ein Abbau des Gebäudes vorgesehen. Und da der Wetteraukreis keine weitere Nutzung des Gebäudes plant, besteht eine Aufgabenstellung für die Studierenden darin, eine anderweitige Weiternutzung – auch in Teilen – oder ein Recycling des Baumaterials in ihrer Planung zu berücksichtigen“, beschreibt Erste Kreisbeigeordnete und Baudezernentin Birgit Weckler einige Planungsvoraussetzungen für die Studierenden-Teams. Daher sollen für den Bau auch möglichst nachhaltige und natürliche Materialien mit regionalem Bezug Verwendung finden. Zudem setzt der Kreis auf einen sparsamen Material- und Energieeinsatz. Ein weiterer Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, sind die Denkmalschutzauflagen verbunden mit dem Wasser- beziehungsweise Heilquellen- und Naturschutz am Standort im Kurpark.

Neben diese Vorgaben stellt auch Kostenbewusstsein einen wichtigen Faktor und ein Bewertungskriterium der eingereichten Vorschläge dar. Das künftige Gebäude soll zwar eine angemessene Repräsentationsfläche für die Region bilden. Die finanzielle Belastung solle aber auch leistbar bleiben.

Gegenwärtig arbeiten sieben Teams aus jeweils zwei bis drei Studierenden der Masterstudiengänge Architektur und Bauingenieurwesen an den Entwürfen. Betreut werden sie bei diesem Projekt von Prof. Norbert Hanenberg (Prodekan Fachbereich Bauwesen/Architektur) und Prof. Dr. Achim Vogelsberg (Fachbereich Bauwesen/Fachgebiet Holzbau und Tragwerksentwurf), und getragen wird das Planungsprojekt vom THM-Vizepräsidenten Prof. Dirk Metzger.

„Wir freuen uns, dass unsere Studierenden diesen Beitrag zur Landesgartenschau in unserer Region leisten, erwarten spannende Konzepte und am Ende einen tollen Pavillon in Bad-Salzhausen“, erklärte Prof. Dirk Metzger.

Zum Abschluss des Wintersemesters 2025/26, Ende März, soll der Entwurf feststehen.

 

Pavillon der Region

Der Wetteraukreis wird sich mit den Kreis-Kommunen in einem eigenen Gebäude an allen 165 Tagen der Landesgartenschau, voraussichtlich jeweils von 9 Uhr bis 18 Uhr, präsentieren. Geplant ist zudem eine Freifläche, die für Auftritte und Mitmachaktionen nutzbar sein soll. Im Pavillon informieren eine Dauerausstellung beziehungsweise -präsenz über die Region, ergänzt um ein Programmangebot wechselnder Aussteller.

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